Einführung des Open-Xchange Servers 5 bei der Verwaltungs- Berufsgenossenschaft (VBG)
„Da wir permanent das Ziel verfolgen, Kosten einzusparen, war die komplette Umstellung auf Linux im Jahr 2004 für uns selbstverständlich. Mit dem Open Xchange Server 5 haben wir nun auch ein stabiles und effizientes Groupware-System eingeführt. Dokumente, Termine, Kontakte, Aufgaben und E-Mails lassen sich schnell und einfach erstellen, verwalten und untereinander austauschen bzw. koordinieren. Unsere Sachbearbeiter können auf gewohnte Weise mit ihren E-Mail- und Groupware-Anwendungen arbeiten. Mit den Reaktionszeiten sind sie sehr zufrieden, und auch die IT-Experten unseres Hauses sind überzeugt von der Performance des Systems.“ Dr. Bernd Kieseler, Leiter DV-Informationswesen der VBG
Die Aufgabe
Die VBG hatte im Jahr 2004 ihre Systemlandschaft von Microsoft Windows auf Linux umgestellt. Als Applikationsserver für den Collaboration-Bereich wurde ein SUSE Linux Open-Xchange Server 4 (SLOX 4) eingesetzt. Nach einer Migration der Anwendungsdaten vom Microsoft Exchange Server 5 auf den SLOX 4 zeigte sich, dass dieser Server nicht die notwendige Stabilität für die Nutzung von ca. 2000 Postfächern hatte. Nachdem die VBG bei der catWorkX GmbH Hilfe gesucht hatte, nahmen die Linux-Experten von catWorkX in iterativen Schritten verschiedene Anpassungen vor, mit denen sie das System deutlich stabilisieren konnten. Nach der Einstellung des Supports für den SLOX 4 im Jahr 2005 durch Novell beschloss die VBG, ein neues Groupware-System einzuführen. Aufgrund der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit wurde catWorkX damit beauftragt, ein stabiles Linux-basiertes Groupware-System zu evaluieren, das der hohen Nutzlast standhalten und über umfassendere Funktionalitäten verfügen sollte als der bisherige Server.
Die Lösung
Mit diesen Vorgaben führten unsere Groupware-Spezialisten eine Marktstudie durch, bei der sie alle gängigen Linux-Groupware-Systeme auf ihre Eignung für die VBG testeten. Grundlage für die Testläufe, die zur Entscheidung führen sollten, war ein detailliertes Anforderungskonzept, in das unsere Mitarbeiter mit ihrem sehr umfassenden Know-how über Groupware-Technologien all ihr Wissen einbrachten. Danach wurden die verschiedenen Produkte eingehend getestet. Die Ergebnisse der Testläufe wurden von catWorkX aussagekräftig kommentiert und mit dem Kunden eingehend diskutiert. Bei diesem Procedere hatten die Projektverantwortlichen der VBG jederzeit die Möglichkeit, Einfluss auf die Ausgestaltung des neuen Systems zu nehmen.
Die Auswertung der Testläufe ergab, dass der Open-Xchange Server 5 die höchste Übereinstimmung mit dem Anforderungsprofil aufwies. Um die optimale Gesamtperformance zu erzielen, wurden zwei parallel laufende Open-Xchange 5 Server mit unterschiedlichen Kernfunktionalitäten implementiert, wobei die Backend-Dienste zum Übertragen von E-Mail- und LDAP-Daten vom Open-Xchange-Server getrennt wurden. Damit wurde erreicht, dass das Gesamtsystem bei entsprechender Performance der Backends skalierbar ist.
Bevor der OX5 unternehmensweit zum Einsatz kam, wurde das Benutzerverhalten der relevanten Systeme in Lasttests beobachtet. Da das Laufzeitverhalten bei hoher Belastung nicht ausreichte, wurde das LDAP-Backend des Systems noch während der Implementierungsphase ausgetauscht; das Backend mündet nun zeitweilig in ein Novell eDirectory. Zudem wurden erweiterte Konfigurationsparameter integriert, um die Kompatibilität der LDAP-Attribute mit dem X.500-Standard des verwendeten Verzeichnisdienstes zu erreichen. Durch diese Schritte konnte die Stabilität der Kernapplikation auch bei hoher Nutzlast gesichert werden. Das eDirectory-Backend wurde zugunsten der höheren Performance wieder durch ein aktuelles OpenLDAP-Backend ausgetauscht.
Die Applikationsdaten vom SLOX 4 wurden auf den OX5 migriert und die Zugriffsrechte neu strukturiert. Schließlich wurde auch die Anwendungsoberfläche des OX5 partiell an die Bedürfnisse der VBG angepasst. Das Design des Portals wurde geändert und die Übersetzung der darin verwendeten Begriffe an die Diktion der VBG angeglichen. Einige Funktionen wurden ergänzt, andere hingegen, die nicht benötigt wurden, ausgeschaltet. Die große Ähnlichkeit der Anwendungsoberfläche mit den bisher genutzten Applikationen erleichterte den Anwendern die Umstellung auf das neue System. Mit den diversen Anpassungen konnten die OX5-Experten von catWorkX die Performance des neuen Groupware-Systems sowie das Design und die Funktionalität der Anwendungen bereits vor der Live-Schaltung den hohen Ansprüchen der VBG entsprechend konfigurieren und gestalten.
Der Ausblick
Der Server überzeugt durch seine hohe Systemstabilität und seine ausgezeichnete Performance auch bei hoher Belastung. So traf die VBG die Entscheidung, den OX5 in einer weiteren Ausbaustufe über den Novell Identity Manager an das eDirectory von Novell anzubinden. Diese Integration wird über einen von catWorkX geschriebenen dir-XML Treiber für den Novell Identity-Manager ermöglicht. Mit diesem Schritt ist gleichzeitig der Auftakt für ein Identity Management bei der VBG gegeben.
Die Highlights im Überblick
- Implementierung zweier parallel laufender Open-Xchange 5 als distributierter Server-Cluster.
- Größte Installation dieser Art in Deutschland
- Sicherung der Skalierbarkeit des Gesamtsystems
- Austausch des LDAP-Backends zur Stabilisierung von Server und Kernapplikation auch bei hoher Nutzlast
- Anpassung der Anwendungsoberfläche in Design und Funktionalität an die Bedürfnisse der Anwender
Über die VBG
Mit 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mehr als 570 000 Mitgliedsunternehmen und ca. 7,3 Mio. versicherten Arbeitnehmern gehört die VBG zu den großen Berufsge